Zukunft Kaffeekapseln – von Kaffeepfand und Öko-Kapseln

10. Juni 2016  •  Neues

Kaffeekapseln sind beliebt wie eh und je und dennoch kämpfen sie mit einem Problem. Die Herstellung der Alu-Kapseln bedarf viel Energie. Aber auch die Entsorgung ist bislang noch nicht einheitlich geregelt. Bei gerade Mal sechs Gramm Kaffeeinhalt ist das nicht die beste Ökobilanz. Doch was tun?

Kapsel-Pfand – eine Alternative?

Im Mutterland Schweiz gibt es bereits besondere Sammelstellen für leere Kaffeekapseln. Bei uns landen die Kapseln meist im gelben Sack – auf jeden Fall besser als im Hausmüll. Für die schlechte Ökobilanz ist aber auch die Herstellung verantwortlich. Aluminium, aus denen die meisten Kapseln gefertigt sind, ist relativ teuer. Das liegt am Veredlungsprozess.

So gibt es bereits erste Umfrageergebnisse, ob ein mögliches Pfandmodell eine Alternative wäre. Wie das im Detail aussehen soll und vor allem welche Mehrkosten auf den Kaffeetrinker zukommen wird, ist noch unklar.

Öko-Kaffeekapseln – geht das?

Vor allem das Thema Materialaufwand hat bereits einige Hersteller zum Umdenken gebracht. Alternativen gibt es bereits in Form von wiederauffüllbaren Kapseln aus Kunststoff (Coffeeduck) oder Edelstahl (My Coffeestar). Diese Kapseln muss man vor Gebrauch selbst befüllen. Das ist zwar etwas zeitaufwändig, lässt aber keinen Müll entstehen. Einmal-Kapseln aus Kunststoff, die man selbst befüllen muss, liefert der Hersteller Capsul’in.

Alle die, die wenig Zeit aufwenden und dennoch frisch versiegelten Kaffee möchten, sollten sich folgende Produkte einmal genauer ansehen. Hier ist die Öko-Bilanz deutlich besser. Denn diese Kapseln sind biologisch abbaubar. Als Erster auf dem Markt war Ethical Coffee Company (ECC). Ebenfalls ein Schweizer Hersteller ist Beanarella. Kaffeekapseln von La Coppa gehen einen ähnlichen Weg und bestehen aus pflanzlichen Material. Diese sind derzeit nur in den Müller-Drogeriemärkten erhältlich.

Grafik: Kapselmaschinen.net