Günstige Kaffeekapseln offiziell erlaubt

22. Januar 2014  •  Neues

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Schweizer Kaffeekapselhersteller Nespresso seine Patentklage gegenüber Nachahmerprodukte endgültig zurückgezogen. Die Nestlé Tochter erhob beim OLG Düsseldorf Klage, da immer mehr Drittanbieter Alternativkapseln für Nespressomaschinen auf den Markt brachten.*

Weg frei für Drittanbieter

Die Klage ging im ersten Schritt vornehmlich gegen Ethical Coffee Company. ECC war einer der frühen Hersteller, der Alternativkapseln für Nespressomaschinen anbot. Der große Unterschied besteht im Kapselmaterial. Es besteht nicht aus Aluminium, sondern aus wiederverwendbarer Bio-Plastik. Besonders ärgerlich für Nespresso ist zudem, dass der ehemalige Nespresso-Marketing-Chef Jean-Paul Gaillard hinter dem Unternehmen ECC steht.

Bereits im Februar 2013 sah das OLG Düsseldorf das Schweizer Patent nicht verletzt. Zwei Hersteller für Kapselkaffee durften daher auch den Hinweis „Nicht geeignet für Nespresso-Maschinen“ weglassen und ihre Kapseln auf dem deutschen Markt vertreiben.

Alternativkapseln oder Alternativsystem?

Über ein Sortiment von Alternativkapseln hatte wir bereits im Beitrag „Im Test: sieben alternative Kaffeekapseln für Nespresso-kompatible Maschinen“ geschrieben. Alternativsysteme zu Nespresso gibt es ebenfalls recht viele. Dazu eine Liste. Jüngst hat hier auch die Billigkette Aldi zugeschlagen. Seit Ende 2013 hat der Discounter eine eigene Kapselmaschine im Sortiment, die mit Expressi-Kaffeekapseln (K-Fee-System) funktioniert. Im Vergleich zu Nespresso kosten 16 Kapseln gerade mal 2,99 Euro. Das sind 19 Cent pro Tasse. Eine Tasse Nespresso-Kaffee kann schon mal bis zu 42 Cent zu Buche schlagen.**

Quellen:
* „Freie Bahn für billige Kaffee-Kapseln (08.01.2014, AFP/t-online.de)
** „Aldi verkauft eigene Kaffeekapseln“ (29.10.2013, AFP/t-online.de)

Foto: Vadim Andrushchenko (Fotolia.com)