Kaffeekapseln selber nachfüllen, oder doch neu kaufen?

29. Mai 2013  •  Neues

Kaffeekapsel-Maschinen sind schon lange nicht mehr ein Privileg für gutbetuchte Liebhaber italienischer Kaffeespezialitäten. Sie gehören zum heutigen Lifestyle dazu. Die Geräte gibt es bereits ab 70 Euro im Handel. Für etwas mehr Komfort, wie beispielsweise ein integrierter Milchaufschäumer, legt man allerdings auch schon mal 150 Euro auf den (Küchen-) Tisch. Sparen kann man eigentlich nur an den Kapseln selber. Seit dem Nespresso sein Monopol Ende 2011 aufgeben musste, stehen dem Verbraucher auch einige Alternativen zur Auswahl. Unabhängig davon, liegt die günstige Selbstfüllmethode weiterhin hoch im Kurs.

Ein kleiner Exkurs

„Ausweichmöglichkeiten nicht vorgesehen“ – so könnte man den Tenor des „Lock-in-Effekt“ beschreiben. Nicht nur beim Kauf von Kapselmaschinen ist der Verbraucher anschließend auf das jeweilige Kapselsystem angewiesen. Hierzu gibt es noch mehr Beispiele aus dem alltäglichen Leben: Computer-Betriebssysteme und Software oder Digitalkameras und Objektive. Damit wird der Wechsel des Systems erschwert beziehungsweise verteuert. Das hat natürlich auch Vorteile. Die Produktentwicklung wird genau auf das perfekte Zusammenspiel aller Komponenten ausgerichtet. Original-Zubehör und entsprechende Verbrauchsmaterialien funktionieren in der Regel zuverlässiger.

In den Schlagzeilen war darum auch vom „Kapselkrieg“ zu lesen. Dieser hat schon längst begonnen. Laut Nestlé gibt es in Deutschland allein für die Nespresso-Variante über 18 Mitbewerber. Das berichtete die Welt am 28.08.12 und ist hier nachzulesen.

Solche Kapseln werden im Handel seit dem „Nespresso-Maschinen kompatible Kapseln“ genannt. Bekannte Anbieter sind Caffè Cagliari, Cap’Mundo, Douwe Egberts, Ethical Coffee Company, Esprimo und Zuiano. Diese liefern vor allem neue Kaufargumente. Und davon gibt es einige: die bessere Umweltverträglichkeit, der günstigere Preis und die höherwertigere Kaffeequalität

Videos zum Thema: Kaffeekapseln nachfüllen

Zu den gängigen Kapselsystemen gehören Nespresso (Nestlé), Dolce Gusto (Nestlé), Tassimo (Bosch), Cafissimo (Tchibo), K-fee System (Krüger), Lavazza A Modo Mio, Dallmayr Capsa und recht neu Verismo von Starbucks. Hierzu haben wir ein paar Videobeiträge recherchiert, die das Auffüllen der einzelnen Systeme zeigen. Grundsätzlich wird stets eine Alt-Kapsel verwendet. Bei Nespresso-Kapseln funktioniert das besonders einfach. Zuerst entfernt man die Folie auf der Oberseite. Anschließend spült man die Kapsel unter fließendem Wasser aus. Nachdem sie getrocknet ist, wird das gewünschte Kaffee- oder Espressopulver bis zum Rand eingefüllt. Als Folienersatz eignet sich handelsübliche Alufolie. Natürlich sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass man hier auf eigenes Risiko handelt. Die Hülsen können sich während der Zubereitung in der Maschine verkanten und damit eine Funktionsstörung hervorrufen. Die Chance, dass man anschließend eine Garantieabsicherung vom Hersteller erhält, steht eher weniger gut.

Aber auch hier gibt es Abhilfe. Eine weitere Variante ist die Verwendung von wiederbefüllbaren Kapseln. Sie werden auch häufig Permanentkapseln genannt. Coffeeduck und Capsul’in bieten diese passenden Kapselhüllen. Sie bestehen meistens aus Plastik und haben einen separaten Deckel zum Aufklappen. Aktuell gibt es solche Variante aber nur für Nespresso-Maschinen. Der Preis liegt bei etwa 3 Euro pro Stück.

Nespresso Kapseln befüllen

Tassimo Kapseln befüllen

Dolce Gusto Kapseln befüllen

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