Im Test: Tchibo Cafissimo Picco Kapsel-Kaffeemaschine Sterne: 3.55/5

Anfang September ist es soweit. Eine neue Kaffeekapselmaschine kommt auf den deutschen Markt. Die Rede ist von Picco – das vierte Modell vom Hamburger Kaffeespezialisten. Dank der freundlichen Unterstützung von Tchibo konnten wir die neue Picco bereits vor Verkaufsstart in Augenschein nehmen. Aber nicht nur das, wir haben sie einige Tage auch intensiv testen können. Alle Fakten zur Cafissimo Picco, inklusive unseren “frisch aufgebrühten” Erfahrungsbericht, gibt es jetzt zu lesen.

Farbenvielfalt für 49 Euro

Wie in der Presse bereits angekündigt, kommt am 9. September 2013 die Cafissimo Picco in den Handel. Ausgeliefert wird sie in fünf Farben. Dazu gibt es noch ein Kapsel-Starter-Set. Kosten wird sie 49 Euro (Einführungspreis). Größe und Funktionsumfang sind an das bereits erhältliche Compact-Modell angelehnt. Die Picco arbeitet ausschließlich mit Cafissimo-Kaffeekapseln.

Alle fünf Farbmodelle im Überblick: Sand Beach, Blue Wave, Violet Flower, White Snow, Black Volcano:
Foto: Tchibo

Optik und Design

  • Optik90%
  • Bedienung80%
  • Preis90%
  • Gesamteindruck80%

Eine runde Sache. Dennoch, ein flüchtiger Blick hinterlässt Ähnlichkeiten mit einem hochkant positionierten Toaster. Beim zweiten Blick wird schnell klar, die Picco hat einfach kaum Ecken und Kanten. Alles wurde abgerundet. Damit bekommt sie ein elegantes Design, welches über klare Linienführung verfügt. Der Wassertank an der Rückseite passt optisch genauso gut, wie das frontal angebrachte Bedienelement mit nur zwei Tasten. Dank der geringen Stellfläche von knapp 16 mal 29 Zentimetern, findet die Picco auch in kleineren Küchenzeilen Platz. Flexibel sehen auch die Farbvarianten aus. Wer beispielsweise hellblau nicht mag, kann noch zwischen schwarz, ocker, violett und weiß wählen. Eine rote Variante (Artikelnummer 292818) wurde zwar schon in der Bedienungsanleitung aufgeführt, ist aber noch nicht verfügbar.

Ausstattung und Bedienung

Die Kaffeezubereitung erfolgt intuitiv. Dazu sind drei Schritte notwendig: Brühklappe an der Oberseite hochziehen und Kapselhalter mit einer Cafissimo-Kapsel einsetzen, Tasse unterstellen und Starttaste drücken. Zu Auswahl stehen zwei Brühdruckstufen: eine kleine Tasse (Espresso, mit 40 ml) und eine große Tasse (Caffé Crema mit 125 ml). Die Aufheizdauer betrug in unserem Test knapp 25 Sekunden. Das ist recht schnell, denn dann liefen auch schon die ersten Tropfen Kaffee in die Tasse. Während der Zubereitung arbeitet die Picco nicht gerade im Flüsterton. Der Geräuschpegel ist aber noch akzeptabel. Anschließend fällt das Gerät wieder in den Stand-By-Modus. Laut Hersteller verbraucht sie sparsame 0,4 Watt. Einen Netzschalter haben wir indes vergeblich gesucht. Hier hilft nur die komplette Steckdose auszuschalten oder den Netzstecker vom Stromnetz zu trennen. Etwas umständlich wie wir finden.

Die Auswahl an Cafissimo-Kaffeekapseln ist riesig. Ob Espresso, Caffé Crema oder Filterkaffee – das Sortiment reicht von kräftig bis mild. Möchte man ein größeres Glas oder eine Espressotasse unter die Maschine stellen, lässt sich das Abtropfgitter entsprechend in der Höhe verändern. Komplett ohne Abtropfgitter sind maximal 13 Zentimeter Platz. In der unteren Stufe sind es noch 11 Zentimeter und in der oberen 7,5 Zentimeter.

Reinigung und Pflege

Vor der ersten Verwendung sollte die Maschine mit klarem Wasser durchgespült werden. Der Wassertank lässt sich nach oben heraus ziehen. Er kann aber auch so mit Wasser befüllt werden. Dazu gibt es eine kleine Einfüllöffnung mit Deckel an der Oberseite. Diese könnte ruhig etwas größer ausfallen. Der Wassertank misst 0,9 Liter. Das reicht für bis zu sechs große Tassen Kaffee. Den Spüldurchgang aktiviert man mit einem längeren Drücken auf die untere Kaffee-Taste.

Die abnehmbaren Teile – Wasserbehälter, Auffangschale, Abtropfgitter und Kapselhalter – können mit einfachem Geschirrspülmittel gereinigt werden. Nur das Abtropfgitter ist auch spülmaschinenfest. Die Picco verfügt zudem über eine Entkalkungswarnung. Diese wird durch ein gleichzeitiges Blinken der beiden Tasten signalisiert. Laut Hersteller wird ein Entkalken nach circa 30 Liter empfohlen. Eine genaue Anleitung findet sich in der Bedienungsanleitung.

Unsere Fotogalerie zur Cafissimo Picco

Pro und Contra – Bewertung Cafissimo Picco von Tchibo

Die neue Picco eignet sich für alle, die eine kompakte Kapselmaschine suchen und nicht auf Tchibo-Qualität verzichten wollen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist okay. Sehr gut gefallen die frischen Farben und das abgerundete Design. Die Bedienung ist durchweg unkompliziert. Selbst die Stärke des Kaffees lässt sich sekundenschnell anpassen und für spätere Brühvorgänge abspeichern. Der Funktionsumfang ähnelt den Duo-, Compact-Modellen – auf eine separate Aufschäumdüse wurde auch hier verzichtet. Den Gesamteindruck kann eigentlich nur die Zubereitungslautstärke trüben. Da könnte die Picco etwas leiser arbeiten.

Vorteile
  • Schnelle Kaffeezubereitung
  • Einfache Bedienung
Nachteile
  • Recht laut während der Zubereitung
  • Kein Netzschalter am Gerät vorhanden

Tchibo Cafissimo Picco – Technische Daten

  • Hersteller: Tchibo
  • Modellbezeichnung: 292814 Cafissimo Picco
  • Kapselsystem: Cafissimo-Kapseln
  • Pumpendruck: 15 bar
  • Größe Wasserbehälter: 0,9 Liter
  • Größe Sammelbehälter: nicht vorhanden
  • Max. Tassenhöhe: ca. 11,0 Zentimeter
  • 2-Tassen-Funktion: nein
  • Milchaufschäumer: nein
  • Milchtank: nein
  • Stand-By-Funktion: ja, nach Zubereitung (0,4 Watt)
  • Gewicht: 3,6 Kilogramm
  • Farbvarianten: Schwarz, Violett, Hellblau, Ocker, Weiß
  • Leistungsaufnahme: max. 1.650 Watt
  • Maße: 27,0 Zentimeter (Höhe) x 16,2 Zentimeter (Breite) x 28,7 Zentimeter (Tiefe)
  • Preis: ca. 50 Euro

Fotos: Kapselmaschinen.net/Tchibo